Demo gegen Ultra-Orthodoxe

In Beit Shemesh sind am Montag etwa 1.500 Menschen gegen ultra-orthodoxe Gewalt auf die Straße gegangen. Wie die Haaretz von Dienstag kurz berichtet, forderten die Demonstrant/innen Stadtverwaltung und Politik zu eindeutigeren Maßnahmen gegen religiöse „Fanatiker“ auf. Erst vor zwei Wochen hatten ultra-orthodoxe Männer in einem Bus auf eine Frau und einen Soldaten eingeschlagen, weil die Frau ihrer Aufforderung nicht Folge leistete, sich getrennt von den Männern in den hinteren Bereich des Busses zu setzen. Eine große Menge von Ultra-Orthodoxen hatte anschließend die eintreffende Polizei attackiert, um den Angreifern die Flucht zu ermöglichen.

Regelmäßig kommt es in Wohnvierteln streng-religiöser Jüdinnen und Juden zu Übergriffen auf jene, die sich nicht „anständig“ genug kleiden, die Schabbat-Ruhe nicht einhalten oder den ultra-dogmatischen Auslegungen jüdischer Gebote sonstwie nicht folgen wollen.