One down, two to go

Seit fast einem Monat streiken die Lehrer/innen der Oberstufen gegen die miserablen Arbeitsbedingungen. Zum Semesterbeginn vor zwei Wochen beendeten die regulären Lehrenden der Universitäten ihren Dienst und fordern stabile Gehälter sowie eine Entschädigung für Ausfälle in den letzten Jahren.

Und eher unbemerkt von diesen Arbeitskämpfen haben auch die prekären Angestellten von „Elite Coffee To Go“ auf dem Gelände der Tel Aviv University einen Streik begonnen. In der ersten organisierten Arbeitsniederlegung von Kellnerinnen und Kellnern in Israel forderten sie einen höheren Anteil an den Trinkgeldern. Bisher wurde nicht nur das Management an diesen beteiligt, sondern sie wurden sogar auf die sowieso niedrigen Löhne angerechnet. Am Montag jedoch, berichtet die Haaretz heute, hat die Geschäftsführung den Forderungen der Streikenden nachgegeben. Eine Klage gegen einige der Streikenden wurde zurückgezogen.

Unterdessen hat die Histadrut, der Dachverband der Gewerkschaften Israels, einen Generalstreik angekündigt, wenn die Regierung nicht bald auf die Forderungen des Lehrer/innenverbandes eingeht. Verhandlungen unter der Moderation der Gewerkschaft sind gestern weniger am Bildungs- als stattdessen an der harten Haltung des Finanzministeriums gescheitert.

Lehrerstreik am Freitag in Jerusalem
Lehrer/innenstreik am Freitag in Jerusalem