Mit Shin Bet im Internet

Es gab weder Demonstrationen noch Online-Petitionen. Anfang der Woche hat ein zuständiger Ausschuss der Knesset gebilligt, letzte Hürden bei der Überwachung des Datenverkehrs durch die Sicherheitsbehörden Israels wegzulassen. Damit können die Polizei und andere Behörden wie Geheimdienste laut einem Bericht der Haaretz unkontrolliert Verbindungsdaten in Israel in Erfahrung bringen; das schließt nicht nur Gesprächspartner und -zeit bei Telefonanrufen, sondern auch angesurfte Internetseiten und sogar die Betreffzeile von Emails ein.

Diese Maßnahmen, so heißt es, würden benötigt, um gegen Terror und Kinderpornographie vorzugehen. Zugleich berichtet die Haaretz jedoch von Blogger/innen, Indymedia- und arabischen Aktivist/innen sowie einem kommunistischen Dichter, die vom Inlandsgeheimdienst Shin Bet vorgeladen worden sind. Wenn sie sich nicht kooperativ gezeigt haben, seien ihre Computer beschlagnahmt und ihre Möglichkeiten zur Ausreise aus Israel eingeschränkt worden.


2 Antworten auf “Mit Shin Bet im Internet”


  1. 1 Lasse 15. November 2007 um 17:50 Uhr

    Der Grund wird wohl einfach Desinteresse sein

  2. 2 Calwin 13. November 2009 um 14:08 Uhr

    Also überwachen sie dort mehr als hier?

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