Warten auf Gott

Nur 20 Prozent der jüdischen Israelis bezeichnen sich als säkular. Die restlichen von insgesamt 1.016 Befragten, die einen Querschnitt der jüdischen Bevölkerung repräsentieren, geben einer Untersuchung des Guttman Center am Israelischen Demographischen Instituts zufolge an, irgendeine Form von religiöser Verbundenheit zu haben.

Die weiteren am Wochenende in der Haaretz veröffentlichten Zahlen entsprechen bekannten Trennlinien: Aschkenasim als Jüdinnen und Juden westlicher Herkunft sind mit 64 Prozent religiöser Zugehörigkeit weltlicher orientiert, während Leute mit israelischen Eltern mit 85 Prozent zwischen ihnen und den Mizrahim arabischer Herkunft mit 93 Prozent liegen. Als explizit religiös haben sich 17 Prozent der Aschkenasim und 56 Prozent der Mizrahim bezeichnet.

Laut der Studie ist wie schon in der Vergangenheit auffällig, dass es deutliche Koppelungen an Alter, Bildung und politische Einstellungen gibt. Jüngere Leute sind religiöser, Menschen mit höherer Bildung deutlich säkularer, und Nicht-Religiöse tendieren eher zur politischen Linken. Im Allgemeinen nimmt der Anteil der eindeutig säkularen Einwohner/innen ab: 1974 etwa rechneten sich noch 40 Prozent aller jüdischen Israelis dieser Gruppe zu.