Der Frühlingsrollenstreik

Pech gehabt: Wer gestern in Israel in einem der vielen asiatischen Restaurants Frühlingsrollen serviert bekommen wollte, ging leer aus. In einer eintägigen Aktion wurde dieses beliebteste Produkt der importierten Fernost-Küche bestreikt, berichtet die Haaretz heute. In naher Zukunft sollen Streiktage für Sushi und Nudeln folgen.

Damit protestieren Israels Asia-Restaurants gegen Pläne der Regierung, die Zahl von ausländischen Arbeiter/innen zu begrenzen. Bereits in diesem Jahr wurden nur 500 asiatischen Köch/innen Arbeitsgenehmigungen erteilt, während es 2007 noch 900 gewesen waren. Im kommenden Jahr soll keine einzige Erlaubnis ausgegeben, doch Restaurants gegen erhöhte Löhne die Anstellung von Köchen als Experten erlaubt werden. Die Regierung argumentiert in der Kontroverse, dass Israelis angelernt werden könnten und damit die Anstellung von Gastarbeiter/innen überflüssig würde.

Seit der Eröffnung erster asiastischer Restaurants vor 30 Jahren in Israel hat sich aus ihnen, schreibt die Zeitung weiter, ein blühender Geschäftszweig entwickelt, in dem jährlich eine Milliarde Schekel (ca. 190 Millionen Euro) umgesetzt werden.


1 Antwort auf “Der Frühlingsrollenstreik”


  1. 1 Markus Danksagungen 04. Mai 2010 um 15:01 Uhr

    Das nenn ich mal ne coole Aktion. Auf so´ne abgefahrene Idee würden wir Deutschen niemals kommen. Ich hoffe der Streik hat auch etwas gebracht!

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