Archiv der Kategorie 'Geschichten'

Sderot

Sehr interessant, mal in Sderot zu sein: Das übliche Flair von Bauten einer Entwicklungsstadt, neuen Prachthäusern und viel Wüste ergänzt zu sehen um den Blick auf den Gaza-Streifen, allgegenwärtige Bunker und Raketenschutzanlagen sowie eines gehörigen Gefühls kollektiver Angst. Eine ganze Menge medial vermittelter Vorurteile werden ausgeräumt: Dass der Gaza-Streifen kein eingemauertes Gefängnis ist, von einer […]

Farewell, Beer Sheva

Mein dicker Reiseführer widmet Beer Sheva und seinen Sehenswürdigkeiten eine spärliche Seite. Hiesige Israelis sagen, sie wohnen gerne an dem Ort. Alle anderen lachen, wenn man sie auf Beer Sheva anspricht: Jene Entwicklungsstadt, die Ende der 1960er vom Himmel auf den Sand gefallen zu sein scheint, in der Beton, Teer und etwas Wasser einen beständigen […]

Möge die Macht mit ihnen sein…

David Ben Gurion war ein dufte Typ. Vom Orangenpflücker hat er es zum Staatsmann gebracht, eine zionistische Armee aufgebaut und Israel gegründet. Unvergessen seine Alleinstellungsmerkmale, ausgefallene Frisur und Arbeitsanzug, die er mit anderen Größen der Weltgeschichte wie Mao Tse-tung oder Kim Jong-il teilt. Wie auch einen gewissen Messianismus: In den 1950er meinte er, die Israelis […]

ROTFL

Haaretz vom 03. August 2010

Elends-Tourismus

Oh je: Ein Tour nach Ost-Jerusalem und Umgebung, überraschend mit dem Israeli Committee Against House Demolitions: Keine großartigen News über Siedlungs- oder Besatzungspolitik, obgleich die Fahrt nach Ma‘ale Adumim schon beeindruckt und die bekannten Zahlen über Wasserverbrauch, Regierungssubventionen, ambivalenten Baustopp etc. untermauert – eine der herausgeputztesten israelischen Städte, die ich je gesehen habe, unglaublich viel […]

Party, Punkrock, Palästina – Israel am Wochenende

Halb 12, das ist eine akzeptable Zeit, um das Ende des Schabbat-Wochenendes mit einer leckeren Falafel von der Ben Yehuda vor dem Rechner zu beenden. Die Stadt flirrt zwar an diesem Samstagabend wie jede Woche noch vor Aktivität; jeder Laden, ob er nun Souveniers, Alkohol, Fast-Food, Beisammensein oder Musik anbietet, ist gut gefüllt, und wer […]

Making Sabres

Interessante und nicht zu übersehende Anzeige in der gestrigen Wochenendausgabe der Haaretz, Seite 5:
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to produce SABRA
no fee, bank if required
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Tel Aviv xxxxx
Man beachte, dass eine Bank zwar möglich, aber nicht unbedingt nötig sei…

Gemeinschaft vs. Moderne: Der israelische Wohnungsmarkt

Der Kapitalismus ist evil, das weiß ja heute jede/r, und trotzdem hat er Fortschritte hervorgebracht, die zu würdigen sind. „Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus“, heißt es etwa im kommunistischen Manifest. Hergebrachte Bindungen werden erodiert, traditionelle Gemeinschaften zerbrechen […]

Der Frühlingsrollenstreik

Pech gehabt: Wer gestern in Israel in einem der vielen asiatischen Restaurants Frühlingsrollen serviert bekommen wollte, ging leer aus. In einer eintägigen Aktion wurde dieses beliebteste Produkt der importierten Fernost-Küche bestreikt, berichtet die Haaretz heute. In naher Zukunft sollen Streiktage für Sushi und Nudeln folgen.
Damit protestieren Israels Asia-Restaurants gegen Pläne der Regierung, die Zahl von […]

Selbstmordanschlag in Dimona, Israel

Nun ist es passiert. Während alle Welt die Sprengung des Grenzzauns des Gaza-Streifens nach Ägypten durch die Hamas als Aufstand der Bevölkerung gegen israelische Sicherheitsmaßnahmen verklärt, verloren nur wenige Gedanken an das Bedrohungspotential radikaler Palästinenser. Mehrere Dutzend Terroristen waren in den vergangenen Tagen bereits in Ägypten mit Waffen und Sprengstoffgürteln festgenommen worden. Anscheinend jedoch zwei […]

Der Verweigerer

George Habash gehörte zur alten Garde. Als Jahrgang 1926 konnte der damalige Student der Medizin an der Amerikanischen Universität in Beirut die nakba, Flucht und Vertreibung im Rahmen des israelischen Unabhängigkeitskampfes gegen die angreifenden arabischen Staaten, hautnah erleben; seine Familie, griechisch-orthodoxe Araber, mußte ihren Heimatort Lod verlassen.
Die nakba sollte für Habash und seine Mitstreiter aus […]

Fertig

Nicht nur fix und fertig, nachdem wir uns durch das verschneite Jerusalem gekämpft haben, das sich so langsam in eine Ansammlung von Bächen und Flüssen verwandelt; ist schon hart, wenn man in der ganzen Stadt über keine Fahrzeuge oder Werkzeuge verfügt, um Schnee wegzuräumen, und die fehlende Kanalisation es einem mit dem Wasser auch nicht […]

Kreuz verschwunden

Eine Rundmail von der Kirche. Herrlich!
Liebe Bethlehem-Wanderer!
auf der Rückkehr von Bethlehem nach Jerusalem hat unser Volontär T. unser Kirchenvortragekreuz F. gegeben. Seitdem ist das Kreuz verschwunden. Wir würden uns freuen, wenn unser Kreuz noch in diesem Jahr bei T. oder im Gemeindebüro abgegeben wird. T. könnte es auch abholen.
Guten Rosh […]

Israel statt Iran

„Wir haben die Freiheit, unsere Religion auszuüben“, teilte Ciamak Morsathegh der Weltöffentlichkeit mit. Im Iran gäbe es keine Gefahr für Jüdinnen und Juden. Das Oberhaupt des Teheraner Jüdischen Komitees reagierte damit auf die jüngste Auswanderung von 40 jüdischen Iranerinnen und Iranern nach Israel, die unter größter Geheimhaltung und über ein nicht genanntes Drittland stattfand. Gestern […]

Es war Weihnachten?

Weihnachten kann man hier im jüdischen Westjerusalem fast verpassen. Keine Adventsleuchter, Tannenbäume, Weihnachtsmänner oder Kaufrauschbummler attackieren den guten Geschmack auf offener Straße; stattdessen packen die Letzten ihre Chanukka-Leuchter wieder weg und lassen den Alltag seinen Gang gehen. Einige würden sagen, dass die Geburt des Christentums für Jüdinnen und Juden wahrlich kein Grund zum Feiern, sondern […]

„Sklaven der Hoffnung, Sklaven eines Traums“

Diese Eröffnung ist keine Feierlichkeit wert. Eher das Gegenteil. Gestern öffnete in Tel Aviv die nunmehr dritte Unterkunft in der Stadt für Asylbewerber/innen ihre Pforten. Die Zustände sind genauso miserabel wie die Lebenssituation der Betroffenen.
Etwa 1.000 Flüchtlinge, berichtete die Haaretz gestern, sind in den letzten zwei Jahren aus Afrika nach Israel eingereist. Nicht wenige von […]

Tödliches Trauern

„Das Blut unserer Kameraden wird der Treibstoff der Raketen sein, die den Zionisten Tod und Zerstörung bringen“, teilte ein Sprecher des Islamischen Dschihad der Weltöffentlichkeit gestern mit. Mit der gleichen Inbrunst, mit der sie Parolen skandieren, scheinen die Dschihadisten auch ihre Beerdigungen zu begehen – um dabei weitere Märtyrer zu produzieren. So wurden laut der […]

Koscher Hightech

Jetzt muss es nicht mehr heimlich passieren, fernab vom Blick des Rabbis, der überraschend vorbeischauen könnte. Mit einer am Montag veröffentlichten Mitteilung des Rabbinical Committee for Communication dürfen Ultra-Orthodoxe nun das Internet nutzen: „Wir sind von unseren Lehrern und Führern, mögen sie ein langes Leben genießen, gefragt worden, eine Lösung zu finden, die die Nutzung […]

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